Pages Menu
Rss
Categories Menu

Gepostet by on Mai 3, 2016 in Allgemein, Küche | Keine Kommentare

Kinderküche

Ihr kennt das vielleicht – irgendwas gibt es immer, das den Kindern nicht schmeckt. Je mehr Kinder man bekocht, umso mehr kleine Gourmets sitzen am Tisch. Umso mehr Möglichkeiten gibt es also, den Anforderungen der Kinderbande nicht gerecht zu werden.

Meine beiden Großen haben irgendwann ein Bewertungssystem eingeführt: Daumen hoch, zur Seite oder nach unten. Nach oben zeigt der Daumen selten. Egal, was ich koche.

Mich stresst das. Und ich habe es satt, für Kinder zu kochen, die im Nachhinein ihren Mäkelmodus einschalten. Nicht, weil es ihnen nicht schmeckt. Sondern einfach, weil es nicht das Lieblingsessen ist. Weil es ja auch etwas anderes / besseres geben könnte. Weil irgendwas immer NOCH BESSER geht.

Eine wirkliche Lösung will mir lange nicht einfallen. Da auch die Geschmäcker der beiden Große höchst unterschiedlich sind, ist „nur Kinderessen kochen“ auch keine Option, zumal ich selbst wirklich gerne koche und genieße. Ich mag nicht jeden Tag Nudeln mit Hackfleischsauce essen.

Meine Kinder werden aktiv

Die Lösung bringen dann die Kinder selbst: aus unserer umfangreichen Kochbuchsammlung suchen sie eine Handvoll für gut befundene Bücher heraus und verschwinden in ihren Zimmern.

Ich bin schon kurz davor, mir Sorgen zu machen, als sie Stunden später wieder gut gelaunt auftauchen: mit vollgeschriebenen Zetteln in der Hand: Essenslisten!

Die Große hat die Namen der Rezepte aufgeschrieben, der Sechsjährige ein paar Skizzen angefertigt. Beide haben sie jede Menge Seitenzahlen notiert – leider ohne anzugeben, in welchem der vielen Bücher wir nachschlagen sollen. Das holen sie nach und markieren die Rezepte (oder zumindest einige davon) mit farbigen Punkten.

die Essenspläne der Kinder

die Essenspläne der Kinder

Und nun…? Soll ich das wirklich alles kochen? Rezepte, die ich noch nie gekocht, Gerichte, die ich noch nie zuvor gegessen habe? Nur, weil meine beiden Großen die Bilder dazu schön finden???

Ich denke nach.

Irgendwann dann habe ich die zündende Idee. Ich koche das alles! Wir probieren gemeinsam und lassen uns ein auf neue Rezepte, neue Geschmäcker und Gerichte. Vielleicht ist das ja die Lösung in unserer Mäkelkrise?

Gemeinsam besprechen wir, wie wir mit Gerichten verfahren, die wir alle nicht lecker finden. Welche Lösungen es geben kann, damit wir mit unserer Nahrung nicht verschwenderisch umgehen…

…und dann geht es los!

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*