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Gepostet by on Okt 11, 2017 in Allgemein, Kinder, kurz notiert | 5 Kommentare

#notheidisgirl – weil Schönheit keine Bewertung braucht!

 

Ich bin dankbar für eine Kindheit in den Achtzigern. Weil Schönheit, viel mehr als heute, noch etwas Privates war. (zumindest kommt es mir rückblickend so vor 😉 ).

Natürlich waren die Achtziger kein Ponyhof. Und Schönheit auch damals etwas, worüber man definiert wurde als Frau. Im Unterschied zu heute aber war die Frage, wie schön ich bin und ob man mich für attraktiv hält, im Dialog zu klären. Ich hatte einen Gegenüber.

Vor allem aber konnte ich die Tür zumachen und all die Bewertungen, Blicke oder Kommentare hinter mir lassen. Im Privaten, den eigenen vier Wänden, war es egal, wie ich aussah, welche Kleidergröße ich trug oder ob meine Augenbrauen adrett gezupft waren. Ich hatte einen geschützten Rahmen, in dem ich mich nicht vergleichen musste.

#notheidisgirl – weil ich auch ohne Jury weiß, dass ich schön bin!

 

Ich bin dankbar, nicht heute heranwachsen zu müssen – in einer Zeit, in der nicht nur die Hosengrößen immer kleiner werden, sondern auch die Frauen immer „hübscher“. Weil man meint, sie künstlich schönen und optimieren, mit Filtern oder Photoshop so weit bearbeiten zu müssen, damit sie am Ende noch ein bißchen idealer werden. Und das eigene Selbst neben den künstlich geschaffenen Ikonen immer kleiner…

Kein Wunder, dass jedes zweite Mädchen zwischen 15 und 17 Jahren sich laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung „zu dick“ findet. Oder jedes vierte schon einmal über Schönheitsoperationen nachgedacht hat.

Nicht nur, dass unsere Kinder sich heute mit Frauen vergleichen, die es in Wirklichkeit gar nicht so gibt. Es fehlt auch die Möglichkeit, die Tür zu schließen. Und all den Vergleichen, dem Schönheitswahn und der Begrenzung aufs Äußerliche den Riegel vorzuschieben – wenigstens für ein paar Stunden.

Anstatt künstlich geschaffene Ideale in Frage zu stellen oder die ständige Beschränkung auf das Äußerliche zu hinterfragen, treiben wir das Ganze auf die Spitze und laden den Irrsinn auch noch zu uns nach Hause ein. Mitten in unser Wohnzimmer!

Ich kann meiner Tochter keine Kindheit in den Achtzigern bieten. Ebenso wenig kann ich ProSieben dazu zwingen, endlich einem unanständigen und sexistischen Programm den Rücken zu kehren.

Was ich aber tun kann: meine eigene Türe schließen und den Irrsinn vom Platz verweisen. Weil ich täglich neu über sexistische Kackscheiße stolpere – und das Ganze nicht auch noch in den eigenen vier Wänden ertragen will.

In diesem Sinne:

#notheidisgirl

 

Weil ich mehr bin als eine Hülle.

Weil ich mich nicht reduzieren lassen will und auch nicht benutzen.

Weil niemand das Recht hat, über mich zu urteilen.

Und weil ProSieben sowieso keine Ahnung hat von Schönheit.

 

Seid auch ihr #notheidisgirl? Dann macht mit bei der fabelhaften Aktion der Vulvarines  zum Start einer neuen Staffel GNTM mit Heidi Klum und fotografiert euch ganz natürlich. So wie ihr seid – und zeigt darauf ein Blatt Papier, auf dem ihr schreibst, warum ihr auf gar keinen Fall eines von Heidis Mädchen sein möchtet. Postet das Foto in den Sozialen Netzwerken. Wichtig ist, dass ihr das Bild auf jeden Fall unter dem Hashtag #ichbingntm2018 zeigt, damit es unter den Bildern der Bewerberinnen für die nächste Staffel auftaucht und Zeichen setzt.

***

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